Archiv für Juli, 2008

Multimedia mit Ubuntu

Für viele Nutzer ist Multimedia das wichtigste was ein PC heutzutage können muss (mal von den Zockern abgesehen). Ich wäre auch nicht zu Ubuntu gewechselt, würde Ubuntu keine gute Multimedialösung anbieten. In diesem Artikel möchte ich euch meine Anwendungen vorstellen, mit denen man unter Ubuntu Linux Musik hören kann, Video’s gucken kann, Bilder bearbeiten und verwalten kann, sowie DVD’s und CD’s brennen kann.

Eins ist schon einmal aus meiner Sicht gesagt: Unter Ubuntu gehen diese Sachen problemloser und stabiler als mit kommerziellen Anwendungen unter Windows.

Musik / MP3’s / Audio / Podcasts

Zunächst sollte jeder sicherstellen, daß alle notwendigen Codec installiert sind.
Dazu bitte den Post „Was muss noch zusätzlich installiert werden?“ lesen.

Ich benutze zur Zeit lediglich ein Programm, um meine MP3’s / Podcasts und Audiodateien zu hören: Rhythmbox-Musikplayer.

Rhythmbox ist bereits in der Grundinstallation von Ubuntu enthalten und muss eigentlich nur noch mit den auf dem Rechner befindlichen Musikstücken gefüllt werden. Wie bei iTunes oder dem Winamp Mediaplayer kann man Rhythmbox mit Wiedergabelisten bestücken, in denen man zum Beispiel seine Lieblingsmusikstücke hat, um nicht die ganze Bibliothek an Musikstück durchsuchen zu müssen. In der Musikbibliothek lassen sich die Songs nach Artist und Album sortieren. Eine sehr nützlich Funktion, wenn man mehrere hunderte Songs auf dem Rechner hat und einen bestimmten Song sucht oder man eine Wiedergabeliste zusammenstellen möchte.

Eine weitere Funktion ist die der Podcasts.

In Rhythmbox kann man die URL des Lieblingspodcasts einfach eingeben und schon werden alle verfügbaren Podcasts angezeigt und zu anhören bereitsgestellt. In meinen Podcast-Feeds sind zum Beispiel die CAZ „Welcome to your Weekend-Mix“ nicht weg zu denken. Durch die Aktualisierungsfunktion werden neue Podcasts automatisch geladen und man verpasst keinen Podcast mehr.

Ein weiteres Programm, welches man in den Paketquellen findet, muss an dieser Stelle auch noch genannt werden, Audacious. Möchte man keine so umfangreiche Musikbibliothek nutzen wie Rhythmbox sondern einfach nur mal ein ganzen Album laden und dieses durch hören, oder eine einzelen Wiedergabeliste, ist Audacious eigentlich perfekt dafür. Dieser Player ist mit Winamp in früheren Jahren zu vergleichen, da es sehr einfach aufgebaut ist und man Fenster wie z.B. Equalizer einfach zumachen kann.

Jede Funktion ist dabei ein einzelnes Fenster. So kann man z.B. nur das Fenster mit den Funktionen „Play“ usw. und die Wiedergabeliste offen halten und so Platz auf dem Desktop sparen. (dies ist unter Linux zwar kein Kriterium, da man mehrere Desktops hat, aber jeder möchte es gerne anders haben)

Diese beiden Programme reichen meines Erachtens aus, um unter Ubuntu Linux den perfekten Musikgenuss zu erleben. Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Programme, die kostenlos verfügbar sind, aber ich möchte hier ja auch nur meine Favoriten auflisten 🙂

Video’s anschauen

Um Video’s anzuschauen, habe ich nur einen einzigen Player bei mir installiert. Der Totem Player. Dieser kann auch dazu genutzt werden, um Musik zu hören, oben genannte Programme sind dazu aber meiner Meinung nach besser dafür.

Mit dem Totem Movie Player lassen sich so ziemlich alle Videoformate abspielen (vorrausgesetzt alle Codec sind installiert). Selbst das Flash Format FLV, welches Internetfilme von YouTube und Co. haben, können in Totem abgespielt werden. Wobei wir auch schon bei der nächsten Funktion wären: YouTube

Der Totemplayer beinhaltet die Funktion, YouTube Video’s direkt im Player anzuschauen, ohne dabei auf der Seite von YouTube zu sein.

Auf der rechten Seite des Players, quasi über der Wiedergabeliste gibt es ein Dropdown Menu, in dem man YouTube einstellen kann. Gibt man dann zum Beispiel Ubuntu ein, werden alle Ergebnisse angezeigt, sowie ähnliche Ergebnisse.

Per Doppelklick auf ein Video in der Auswahlliste, lassen sich diese nun im Player abspielen. Bei guter Qualität kann man nun sogar YouTube Video’s im Vollbildschirm-Modus gucken. Direkt speichern lassen sich Video’s jedoch nicht.
Jedoch ein sehr nützliches Tool.

Internet TV mit dem Zattoo Player

Dank Zattoo ist das fernsehen auf dem PC so einfach geworden,
wie Musik hören. Zattoo kann man kostenlos auf der Internetseite
herunter laden und auf seinem Rechner installieren. Zattoo bietet
mehr als 60 TV- und Radiosender an, die man ganz einfach auswählen
und anschauen kann. Unteranderem kann man alle öffentlich rechtlichen
TV Sender, sowie eine unmenge andere wie z.B. DSF angucken. Das Programm ist
ein paar Sekunden mit dem Programm im Fernseher zeitversetzt, da die Live-Streams etwas brauchen, um über’s weite Netz in deinen Rechner zu kommen. Zattoo bietet unteranderem auch eine Fernsehzeitung mit im Programm an, wo man sehen kann, welche Sendung auf den verfügbaren Sendern laufen. Sehr nützlich und praktikabel!


Ich hoffe, hier einen kleinen Überblick über die Multimediamöglichkeiten verschafft zu haben.

Eine Vorstellung des Bildverwaltungsprogramm F-Spot, mit dem sich digitale Fotos verwalten lassen, sowie eine Vorstellung von Gimp, dem Programm unter Linux um Bilder zu bearbeiten, folgt in kürze.

Ebenso werde ich Brasero Disk Burning vorstellen, mit dem Ihr eure CDs/DVDs brennen könnt.

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