Archiv für November, 2008

Mit Screenlets den Desktop beleben

Was unter Windows Vista als Widgets/Gadgets (Bild rechts) bekannt ist, gibt es unter Linux schon lange. Screenlets heißen die kleinen Zusatzprogramme, die den Desktop beleben und schmücken. Microsoft hat sich dies von Linux und Mac OS abgeschaut und in Windows Vista eingebaut.

Ubuntu bringt in den Paketquellen den Screenlet-Manager mit, mit welchem sich die kleine Hilfsprogramme für den Desktop starten und bearbeiten lassen, sowie neue Screenlets (die man z.B. im Internet findet) installieren lassen. Um den Screenlet-Manager zu installieren, muss man in der Paketverwaltung (Synaptic-Paketverwaltung) das Paket „Screenlets“ installieren und schon läßt sich der Desktop beleben. Es empfiehlt sich, den Screenlet-Manager (Bild unter diesem Absatz) im Panel mit starten zu lassen (show daemmon in tray), damit man schnell und einfach seine Screenlets verwalten kann.

Im Screenlet-Manager sind bereits sehr viele nützliche Screenlets vorhanden. So zum Beispiel die Uhr (Clock), der Kalendar oder ein Sysmonitor, welcher den aktuellen Zustand des Systems anzeigt. Einzelne Screenlets lassen sich vom Screenlet-Manager starten und setzt man einen Harken bei „Auto start on Login“, starten die ausgewählten Screenlets bei jedem Systemstart automatisch mit.

Gestartete Screenlets lassen sich, wenn man den Mauszeiger über den Screenlet bewegt, mit Klick der rechten Maustaste beliebig in Größe, Thema und anderen Eigenschaften wie z.B. Transparenz konfigurieren. Im Beispiel rechts sind die beiden Screenlets „Weather“ und „Pidgin“ gestartet. Weather zeigt das Wetter der kommenden 5 Tage an und Pidgin zeigt die Online-Kontakte des dazugehörigen Instant Messenger „Pidgin“ an. Beide sehr nützlich, wobei das Screenlet „Pidgin“ die Onlinewelt sogar vereinfacht, da man nicht andauernd die Buddy-Liste öffnen muss, um zu sehen wer online ist und wer nicht mehr.

Diese Mini-Hilfsprogramme lassen sich auf den Desktop „kleben“ und sind damit ein Teil des Hintergrundes. Wichtig dabei: unter „Klick rechte Maustaste -> Window-> Keep above“ darf der Harken nicht gesetzt sein, da das Screenlet sonst immer im Vordergrund ist.

Unter http://www.gnome-look.org findet man vielen weitere Screenlets, welche man downloaden und über den Screenlet-Manager installieren kann. Darunter findet man viele bereits bekannte Screenlets, welche sich nur in der optischen Erscheinung unterscheiden, sowie komplett neue Screenlets, welche von Entwicklern auf Gnome Look freigegeben wurden. Oftmals passt die Farbe oder Form eines Screenlets nicht zum aktuellen Hintergrundbild oder Desktop-Theme. Dazu ist diese Seite sehr nützlich, da man hier viele Screenlets in allen Farben und Formen findet und sicher auch etwas für den eigenen Desktop findet.

Also, es gibt eigentlich keinen Grund, einen unbelebten Desktop zu haben. Die Zeiten, in denen man Dateien lose auf dem Desktop speichert, sind eh vorbei und man hat eine Menge Platz, so nützliche Miniprogramme wie das aktuelle Wetter oder die Onlinekontakte fest auf dem Desktop zu verankern!

Weitere Informationen sowie eine Installationsanleitung findet mein in den Wikis von Ubuntuusers.

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Windows-Programme unter Linux mit Wine, CrossOver & Co.


Wer kennt die Problematik nicht: Linux und die Community bietet so ziemlich alles an Software an
was man benötigt, jedoch möchte man ein spezielles Programm installieren. Mit Wine bringt Linux
bereits ein Programm mit, unter welchem sich einige Windowsprogramme installieren lassen.
Wine ist ein Projekt welches einiges an Windowssoftware unterstützt.
Unter anderem auch Spiele. Eine komplette Liste der unterstützten Windowssoftware findet Ihr auf der Projektseite in der Apps Database.

Ist das Programm nicht von Wine unterstützt oder läuft nicht, obwohl es auf der Wine Projektseite gelistet ist, hilft kommerzielle Software wie z.B. CrossOver von Codeweavers ab.

CrossOver ist eine weiter entwickelte Version von Wine und unterstützt mehr Software als Wine.
In einer speziell für Spiele entwickelten Version, CrossOver Games, lassen sich auch sehr viele aktuelle 3D Spiele unter Linux installieren. Vorausgesetzt einer guten Hardware, die man für Windows jedoch auch benötigt. Welche Programme unterstützt werden, findet man ebenfalls auf der Projektseite unter „Compatibility“

Ist man von CrossOver überzeugt, läßt sich erst einmal eine Test-Version installieren und ausprobieren. Sollte alles reibungslos funktionieren, ist es jedem frei eine Lizenz auf der Herstellerseite zu erwerben. Dazu benötigt man jedoch ein Account bei Codeweavers, welches recht schnell eingerichtet ist.

Mein Fazit: Ich habe bis dato alle Programme die ich unter Windows gut fand (natürlich Nicht-Windows-Programme) 🙂 mit CrossOver unter Linux installieren können.

Wine dagegen hat mich etwas enttäuscht, da das Spiel „Counter-Strike“ obwohl gelistet, zwar installieren aber nicht spielen läßt. An der Ursachenforschung bin ich noch.
Jedoch lassen sich ältere Spiele wie z.B. Anno 1602, Railroad Tycoon2 und Star Trek: The Next Generation installieren. Kopiert man die Installationsverzeichnisse von Windowsspielen in einen Ordner auf dem Linux-Rechner, lassen diese sich ohne weiteres jedoch Teils Spielen, wie z.B. Star Wars Jedi Acadamy.